Musick-Artickel

Hallo, ihr Nasen! Wir wollten euch etwas über unseren Musikgrundkurs bei Herrn Dymke erzählen. Es begann vor so ungefähr zwei ein halb Jahren. Da waren wir noch ganz viele, nämlich genau 37 in zwei Kursen, welche beim Übergang zur 11/2 zu einem 17-köpfigen Kurs zusammengelegt wurden. Zu jener Zeit (damals) befassten wir uns noch mit der Musiktheorie, vom Formschema der Fuge über Hegel, Konfuzius und Kamasutra bis zur Sonatenhauptsatzform. Anschließend schauten wir mal kurz in Mozarts Zauberflöte rein, wo wir Bekanntschaft machten mit der Königin der Nacht, Sarastro und Papageno. Auch bei den darauf folgenden Meistersingern stellte sich uns die allgegenwärtige Frage "Wat tut dat dat?"

Da aber erfahrungsgemäß jeder Lateiner weiß "It goes loose", kam auch die 12 zu einem schnellen Ende und die Kursgemeinschaft schrumpfte auf lediglich 7 Kursteilnehmer wodurch unser Kurs zwei Minderheiten verlor, nämlich einerseits unseren ausländischen Mitbürger und andererseits sämtliche weibliche Wesen. Durch diese Entwicklung kam es zur Entstehung von zwei Parteien: auf der einen Seite die Chiemseefreaks und auf der anderen die langhaarigen schwarzen (mit Verstärkung vom langhaarigen nicht-schwarzen Alexander H.). Ein Kursmitglied zog es allerdings vor, alleine die philosophisch-ästhetische Partei zu Gründen; trotz der äußerst geringen Mitgliederzahl hatte diese Partei einen weitreichenden Einfluss auf das Unterrichtsgeschehen.

Nachdem wir nun die 13/1 größtenteils hinter uns gebracht hatten, zeichnete es sich ab, dass ein anfangs recht unscheinbarer Referendar die pädagogische Leitung des Unterrichts übernehmen würde. Da er allerdings weder mit Papier noch mit Kaffee "geizte" und uns auch noch das "Du" anbot, gewann er schnell die Gunst der Kursteilnehmer. In diversen interessanten sozialkritischen Diskussionen (deren theoretischer Inhalt später in der Pause jedes Mal praktisch bestätigt wurde) gaben sich die obigen Parteien aus Prinzip Kontra. Allerdings wurden die meisten Lorbeeren von der neutralen P.Ä.P. eingeheimst.

Unter Alexander G. war Musikunterricht nicht nur theoretisch sondern auch teilweise praktisch belegt, wie wir eines Montag morgens erfahren haben. Während von der einen Partei unsere Ohren mit chartkompatiblen Tönen gesampled (bzw. gesampelt) wurden, gingen die P.Ä.P. und die L.H.S. eine Koalition ein und verzapften innerhalb einer halben Stunde eigentlich nur Mist. Da sich die Darbietung allerdings auf Schriften bekannter Philosophen stützte, wurde das "Meisterwerk" in der anschließenden Diskussion vollkommen überinterpretiert (den beteiligten "Künstlern" sehr zum Vorteil). Dieser praktische Exkurs zählte zum Thema "Original und Bearbeitung". Innerhalb dieser Unterrichtsreihe gingen wir dann auch auf Interpreten aus unserem Jahrhundert ein, so z.B. Emerson, Lake & Palmer, die Beatles, Udo Lindenberg und natürlich Charles Edward "Chuck" Berry (denn Schack Bärri macht Rokknrohl).

Weil der Alex dann leider ging, ging auch der Propella mit dem Wechsel zur 13/2, so dass die Zahl der Kursteilnehmer auf 6 dezimiert wurde und außerdem die Chiemseepartei ein wertvolles Mitglied verlor. Schade!
Auch wenn es sich teilweise nicht so anhört, war "unser" Musik GK sowohl beim Roland als auch beim Alex sehr interessant und unterhaltsam.

P.S.: Lass ma Kurstreffen mim Alex machen!

Von links: Alexander H., Thomas B., Marc H., Christoph H., Tim T., David B., Herr Dymke, Herr XXX