Biologie-LK – Wie sah der Versuch aus?

Zweieinhalb Jahre lang stellte sich eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen dem Experiment Biologie-LK bei Herrn Grumpe zur Verfügung. Wir haben viel Schweiß lassen müssen um zu begreifen, dass dies die Kernfrage (siehe oben) aller Fragen ist, die man sich zustellen hat, bevor ein Versuch ausgewertet wird. Aber oh Wunder, sogar wir haben das irgendwann gelernt.
An Folien und Filmen mussten wir diese Frage immer wieder aufs Neue anwenden, wobei die Filme bei uns viel mehr Zuspruch fanden. Den Folien konnten wir meist nicht entkommen, trotz vieler angewandter Tricks, wie das Ausschalten der Sicherung oder das Verstellen des Overheadprojektors. Mit der Zeit hat sich aber jeder mit diesem Schicksal angefreundet. Bei der oft langwierigen Auswertung der Folien ist die unglaubliche Geduld unseres Kurslehrers zu bewundern. Er kann wahrhaftig bis zu fünf Minuten auf die Antwort eines Schülers warten. Aus unseren Gedanken wurden wir dann durch ein freundliches aber bestimmtes „Hallo“ gerissen. Hatte man sich aber dennoch für eine Antwort entschieden, wurde einem sofort eine Gegenfrage gestellt, oft lautete sie: Überrascht sie das? Ein anderes Abenteuer auf das wir uns einließen, war das umfangreiche Material zur Bearbeitung unserer Klausuraufgaben.
Zwei Blätter als Klausuraufgabe waren Minimum. Mit unglaublichsten Aufgaben konfrontiert, versuchte jeder diesen Blätterberg zu bewältigen, manchmal mit gutem Erfolg, öfter mit schlechterem. Die Endergebnisse bekamen wir dann meistens nach ca. drei Monaten zurück, wobei Herr Grumpe an uns noch die unglaubliche Aufgabe stellte, sich an die genaue Klausurenstellung zu erinnern. Nach drei Monaten? Eine kleine Feststellung am Rande: Nach den geschriebenen Klausuren fehlte Herr Grumpe des Öfteren für ein bis zwei Wochen, und kurz darauf bekamen wir dann auch die Klausur zurück.
Zu unserem Lehrplan gehörte außerdem verschiedene Versuche am PC nachzuahmen. Natürlich benötigten wir einen Informatiklehrer um das Programm laden zu können. Während wir uns mit hochwissenschaftlichen Dingen beschäftigten, zog unser Lehrer die weitaus interessanten Dinge vor (Computerspiele). Manche SchülerInnen wurden zeitweise vom Unterricht unfreiwillig ausgeschlossen, denn zu spät kommende Schüler und Schülerinnen waren unserem Kurslehrer ein Dorn im Auge. Oft tönte ein lautes „Hier ist Unterricht“ nach draußen, und so mancher musste die erste Unterrichtsstunde vor der Tür verbringen. Große Schwierigkeiten hatten die Schüler, die es wagten eine Frage zustellen, denn eine klare Antwort bekam man meist nicht, außer ein freundliches Grinsen. Viele Stunden kämpften wir mit der Müdigkeit, aber es gab auch lustige und interessante Stunden, wie zum Beispiel unsere Ausflüge. So wurden von uns die Bundesgartenschau in Gelsenkirchen, der Duisburger Zoo und der Aquazoo in Düsseldorf besucht. Wir erforschten auf diesen Expeditionen die Strukturen von Pflanzen, das Verhalten von Primaten und andere nicht uninteressante Dinge. Alles in allem muss wohl jeder zugeben, dass wir nach diesen zweieinhalb Jahren klüger geworden sind (dank den Filmemachern, der Buchindustrie und natürlich auch Herrn Grumpe), denn alle können nun den Schwänzeltanz der Bienen deuten und wissen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die denn Schall des Urknalls suchen. Wer weiß, eines Tages kann sogar jemand dieses erworbene Wissen anwenden.

Katharina R. & Sabine S.

Stehend, von links: Sabine S., Katharina R., Andreas K., Marc H., Bledi K., Daniel F., Kolja K., Lydia E., Dennis E., Petra B., Patrick K., Nicole R., Mark V., Tim T. David B., Herr Grumpe; Vorne, von links: Daniel H., Bijan K.