Englisch–LK = Englisch lernen = Englisch sprechen = Englisch erleben...

... dies war das Arbeitsschema, nach welchem wir in dem Unterricht bei Herrn Luft 2 ½ Jahre lang vorgingen.

Wir, die Giganten der englischen Sprache, trafen in der 11.II aufeinander und mussten jedoch alsbald feststellen, dass unsere unterschiedlichen Kenntnisse einen hohen Anspruch an den Lehrer stellten. Eine Aufgabe, die es zu lösen galt: Eine Horde von 30 ungezähmten Schülern und Schülerinnen sollte sich zu einer Gruppe zivilisierter Abiturienten entwickeln. Rückblickend wird deutlich, dass die atypische Arbeitsweise des Herrn Luft pädagogische Wirkung erzielt hat.

Zunächst einmal mussten wir LERNEN: „Lord of the Flies„ war der erste Roman, den wir zu lesen, analysieren und interpretieren hatten. Mit jugendlichem Enthusiasm schaffte Herr Luft es nicht nur, uns für diesen Roman zu interessieren, sondern auch für den ebenso gesellschaftskritischen Roman „Room at the top“. Damit wir diese literarischen Werke überhaupt verstehen konnten, lautete die erste Devise: Note down key words, please! Um das Fundament der englischen Literatur zu begreifen kamen wir nicht umhin uns „Background Knowledge„ über das „Elizabethan Age„ anzueignen. Die höchste Option war natürlich: No understanding without vocabulary! Somit wurden wir ständig mit worksheets, crossword-puzzles und fill-in texts überhäuft.

Die zweite Herausforderung, der wir uns natürlich stellen mussten, war das SPRECHEN: Shakespeare – mit der mittelalterlichen, englischen Sprache hatten wir zwar alle unsere Probleme, aber was sein muss, muss sein! So verhasst die „Oral Exams„ auch waren, Practising war eines der Elemente des luft’schen Unterrichts. Denn nur Übung macht den Meister. Reading wird zwangsläufig mit der allseits beliebten „pronounciation„ in Verbindung gebracht. Hierbei seien die unterschiedlichen Ausdrucksweisen des British und American English zu nennen. Unwichtig dachten wir: in der Klausur - eh‘ egal! English grammar war zwar kein besonders beliebtes Thema, allerdings dringend notwendig, da unter jeder dritten Klausur so was wie „Defizite in basic grammar“ stand. Also: Don’t forget. He, she, it, das „s„ muss mit! Communicating war sowohl Pflichtprogramm des „group work„ als auch stetige Anweisung im Unterrichtsgeschehen. But don’t forget: Thinking before speaking! Immer wieder erfreuend waren die belustigenden Habits des Mr. Air! „Apostelgeschichte 8, Vers 30: Verstehest Du auch was Du da liesest?“, war der wahrscheinlich häufigste Satz in unserer Englisch-LK-Zeit. Endless discussions über die pronounciation des berühmten Substantivs de’velopment - manch einer war bezüglich der Aussprache eben anderer Meinung! Devel’opment??!! Eine stressige, aber dennoch schöne und effektive Zeit war das Halbjahr, indem Frau Nitzbon uns mit ihrem perfect Oxford English begeisterte. An dieser Stelle wünschen wir „all the best for your career as a very competent teacher”!

Hiermit wären wir dann auch schon bei Punkt drei angelangt: Englisch ERLEBEN! Nach zwei Jahren mehr oder weniger anspruchsvoller Theorie war es dann endlich soweit, diese mit Herrn Luft in die Praxis umzusetzen. Der aus dem Unterricht bekannte Stoff der English History stellte sich auf der Kursfahrt als gar nicht so uninteressant dar, als wir zuvor angenommen hatten. Der Realizing process hatte begonnen. Hiermit bedanken wir uns vielmals bei unserem Volker, der die London-Kursfahrt zum unvergesslichen Erlebnis machte. (Sicherlich auch für ihn, only in a completely different way!). Diese Fahrt war auf jeden Fall ein Entrinnen aus dem Every-Day-Life. Zurück in den Alltag brachte Herr Luft uns durch seine aktualisierten Unterrichtseinheiten. Ob Bill Clinton oder English culture, informiert waren wir immer, und die Bildung hatten immer weniger Lücken. Nevertheless, die zivilisierte Bevölkerung muß mit uns leben - zahm sind wir nur unter luft’scher Hand!

Susanne B. & Linda H.

Von links: Dominik S., Kolja K., Shireen D., Christian S., Linda H., Dominik A., Britta Q., Thorsten H., Agnes C., Michael A., Susanne B., Katharina R., Iva H., Julia B., Patrick K., Markus B., Sabrina R., Herr Luft, David B., Kathrin S.-K.