Mathe LK (Sartoris) – Theeeooo, wir fahr’n ins Lux!

Ende des 1.Halbjahres der Jahrgangsstufe 11 entschieden sich 15 mutige - oder vielleicht doch eher verrückte - Schüler(innen), sich für die kommenden 2½ Jahre in Form eines Leistungskurses ein wenig mehr als bisher im Bereich Mathematik unter der Leitung des Fachlehrers T. Sartoris zu betätigen. Dies bedeutete eines langen Weges durch ein Labyrinth aus Formeln, Gleichungen, Funktionen, Vektoren und wie sie auch alle heißen (Gott schütze sie alle!). Leider war dieser Weg für manch einen doch etwas zu verwirrend, so dass wir im Laufe der Zeit 4 Kursteilnehmer einbüßten. Gründe dafür waren einerseits Abwahlen (warum nur?) und andererseits der „Entschluss“ einiger Schüler, noch ein Jahr Mathematik zu genießen (war es wahre Liebe?). Allerdings gab es Ende der Jahrgangsstufe 12 weiteren Zuwachs zu verbuchen, da ein weiterer Schüler anscheinend nicht genug bekommen hatte.
Wie auch immer, für diesen bunt zusammengewürfelten Haufen, der auch 4 Schüler(innen) des Elsa-Brändström-Gymnasiums beinhaltete, war es der Beginn einer Zeit geprägt von Zahlen, Pfeilen und Vektoren. Man könnte es auch als eine neue Runde im (Konkurrenz-)Kampf Woitecki vs. Sartoris bezeichnen, denn eben dieser zweite Mathematik-LK schwebte während der gesamten Zeit wie ein Geier über - und oft auch weit vor - uns. Aber trotz eines beachtlichen Vorsprungs des Woitecki-Kurses konnte unser Kurs im Großen und Ganzen mithalten und somit die Ehre unseres Kursleiters retten. Zwar waren wir in der Anzahl der Stunden leicht unterlegen, doch mit unserem geradezu genialen Kurstreffen konnten wir dieses Manko wettmachen. Kaum ein Lehrer zog wohl jemals so gut beim Konsum alkoholischer Getränke auf einem Kurstreffen mit, und wahrscheinlich haben es auch noch nicht viele geschafft, mit Zigarillos in Zuckerdosen zu aschen oder fast vom Stuhl zu kippen. Die Gemütslage des Lehrers schien allerdings auch durch solche Zwischenfälle nicht antastbar zu sein.
Egal wie schlecht wir zeitweise auch arbeiteten, er konnte immer bei bester Laune im Niederrheinstadion oder bei einem kühlen Guiness im CentrO angetroffen werden. Und erstaunlich war auch: Während unsereins, durch solche Freizeitaktivitäten bedingt, das ein oder andere Mal Probleme hatte, seine Hausaufgaben zu erledigen, schaffte der Fachleiter es als einziger immer, die Hausaufgaben zu haben. Da für uns im Unterschied zum anderen LK der Gang zur Tafel und das Vorrechnen der Hausaufgaben nicht zur Tagesordnung gehörte, fiel dies nicht sonderlich auf. Ein Schüler unternahm allerdings immer wieder den Versuch, seine nicht vorhandene Hausaufgabe mit folgendem Satz zu vertuschen: „Sollen wir nicht lieber ins Café Lux gehen?“. Die Antwort war meist kurz und präzise: „Ha, ha, ha!“ oder „Nein (Wir müssen aufholen!)“.
Trotzdem trug dies immer wieder zur Belustigung bei, ebenso wie der Vorschlag eines Schülers, doch das Verfahren der „partytiellen“ Integration anzuwenden.
Alles in allem kann man nur sagen, dass wir eine sehr angenehme Zeit hatten und viel gelernt haben. Und auch spätere Schüler sollten ruhig das „Risiko“ der Wahl eines Mathematik-LKs eingehen, denn: Wer nicht wagt der nicht gewinnt.

Michael A., Marco B.

Von links: Roman S., Tobias L., Markus B., Christian S., Michael A., Marco B., Markus E.,  Julia B., Iva H., XXX, XXX, Herr Sartoris